Berlin/Hilden, 12.September 2008: „Mit der Reprivatisierung der Bundesdruckerei hat die Bundesregierung jetzt eine falsche, politische Weichenstellung korrigiert. Diese zwingend notwendige Korrektur steht bei der erfolgten Privatisierung der Luftsicherheitsaufgabe auf den deutschen Flughäfen noch aus“, so der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, Josef Scheuring in Berlin. Die Kontrolle der Flugpassagiere und ihres Gepäcks beim Zugang zum Flugzeug ist nicht nur eine hoheitliche Aufgabe, sondern auch der sensibelste Kontrollbereich innerhalb der Luftsicherheit. Hier darf der Staat seine Verantwortung, die die Fluggäste auch noch mit einer separaten Luftsicherheitsgebühr bezahlen, nicht weiter an private Sicherheitsleister abdrücken. Während sich Deutschland nach den Terroranschlägen auf die USA am 11. September 2001 in anderen Bereichen, z. B. durch den Einsatz von Sky – Marshalls in der Luft auf die Gefährdung im Luftsicherheitsbereich gut eingestellt hat, hat die Bundesregierung in diesem Bereich bis heute überhaupt nichts dazu gelernt, so die Gewerkschaft der Polizei. Die Privatisierung dieser Aufgabe hat in den zurückliegenden Jahren zu einem massiven Arbeitsdruck auf die eingesetzten Kontrolleure und zu Einkommensverhältnissen geführt, die für eine solche Aufgabe absolut unakzeptabel sind. „Eine solche Entwicklung kann nicht ohne Folgen für die Sicherheit bleiben“, so Scheuring.