Bundespolizisten sind im Saarland häufiger krank als im Bund

Bexbach/Koblenz. Personalmangel bei der Bundespolizeiinspektion Bexbach sorgt für hohe
Krankenstände bei den Beamten.
Das sagte der Chef der Kreisgruppe Bundes-polizei bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Roland Voss, unserer Zeitung. Die zuständige Bundespolizeidirektion in Koblenz teilte mit, derzeit seien 266 von 295 Dienstposten besetzt.
Ein Sprecher bestätigte, dass der Krankenstand im Saarland über dem Durchschnitt in der Bundesverwaltung liege. Als Folge würden nun Gesundheitsprogramme angeboten.
Bei Großereignissen müssten zudem kurzzeitig Reviere geschlossen werden.
Dies habe aber keine Auswirkungen auf die Sicherheit.

Saarbrücker Zeitung vom 14.01.2014

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One Reply to “Bundespolizisten sind im Saarland häufiger krank als im Bund”

  1. Der Artikel zum Personalmangel und zum Krankenstand ist überwiegend zutreffend. Wie man rechnerisch auf die knapp 10 Prozent Krankenstand kommt, wäre interessant zu wissen. Es ist ja hinreichend bekannt, wie Statistiken schön gerechnet werden können. Gefühlt liegt der Krankenstand nämlich höher. Ein eigentliches Problem in der gesamten Bundespolizei wird hingegen gar nicht angesprochen: Es handelt sich hierbei um die Grundlast von 41 Stunden pro Woche im Schicht- bzw. Wechselschichtdienst. Die stufenweise Erhöhung von 38,5 über 40 zu 41 Wochenstunden lässt sich im Tagdienst durch geringe tägliche Mehrarbeit einigermaßen kompensieren, im Wechselschichtdienst bedeutet das allerdings eine Anzahl x pro Jahr an zusätzlichen Schichten. In Vergleich zu 38,5 Std. sind das rund 14 Schichten, zu 40 Std. immerhin noch 6 Schichten pro Jahr. Das beste behördliche Gesundheitsmanagment wäre daher, die Wochenarbeitszeit für Wechselschichtdienstleistende auf 40 Stunden zu reduzieren. Dies hätte auch signifikante Auswirkungen auf den Krankenstand. Ein zweites nicht angesprochenes Problem ist das Aufblähen von Stäben und die Bildung von Schattenstrukturen. Schaut man genau hin und rechnet aus, wie wie viele Beamten, die eigentlich „auf der Straße“ sein müssten, „an der Heizung“ sitzen, sieht die Bilanz für ein Personalfehl eklatanter aus.

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